Gesamtelternvertretung


In der ersten GEV Sitzung des Schuljahres 2011/12, am 19.09.2011, wurde der bisherige GEV Vorstand auf für das kommende Jahr wiedergewählt.

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Auf der ersten GEV Sitzung des neuen Schuljahres standen auch wieder die Wahlen des GEV Vorstandes an. Dieser besteht nun aus folgenden Mitgliedern:

Holger Fehrmann (Vorsitz)

Doris Dreißig-Jovanovic

Frank Hinsche

Mathis Wosegien

Wir gratulieren dem neuen Vorstand zur Wahl und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Der Vorstand ist weiterhin unter gev@grundschule-taunusviertel.de zu erreichen.

„Dann muss man sie halt quetschen, wie Zitronen!“ Und wer jetzt glaubt, dass mit „sie“ Rinder oder Hühner gemeint sind, der irrt. Nein, mit „sie“ sind ca. 130 Kinder des Hortes „Taunusoase“ des Freien Trägers IKT Stadtindianer gemeint, die sich ab dem Schuljahr 2010/2011 in 3 Klassenräume innerhalb der Schule drängeln müssen. Die Aussage wurde im Übrigen von Frau Xxxxxxxxx (Anmerkung der Redaktion: Der Name der Person musste aufgrund der mit einer Strafandrohung verbundenen Aufforderung des Schulrates Herrn Schiweck unkenntlich gemacht werden. Wir stehen jedoch weiterhin zu unserem gemachten Aussagen) von der Fachaufsicht für die ergänzende Förderung und Betreuung der SenBWF-Aussenstelle im Bezirksamt Tempelhof Schöneberg, anlässlich eines Besichtigungstermines an der Grundschule im Taunusviertel getätigt. Hierher kam sie auf Wunsch von Eltern, Schul- und Hortleitung, die ihr die Folgen des erneuten Planungsdesasters des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg vor Augen führen wollten. Zwar entschuldigte sich die Dame im Anschluss für ihre „saloppe“ Art, dennoch spiegelt dieser Satz genau die Einstellung des Bezirksamtes wider. Die Grundschule im Taunusviertel sieht sich nämlich einer erneuten Schikane des bezirklichen Schulplaners ausgesetzt, der es im letzten Jahr schon nicht geschafft hat, diese Schule zu schließen. „Eindeutig eine Retourkutsche“ sind sich die Hort-und Schülereltern einig.

Aber nun zum Hintergrund: Bereits seit November 2009 ist bekannt, dass in der Steinwaldschule ein Asbestproblem existiert. Seinerzeit noch vehement während der BVV-Sitzung bestritten, wurde nun bei Umbaumaßnahmen das Asbest gefunden.

Nunmehr sieht sich das Bezirksamt in der bitteren Situation die teilweise stark körperlich und auch geistig behinderten Kinder auf andere Schulen zu verteilen. Wie einige andere Schulen, hat sich auch die Schulleitung der Taunusgrundschule bereit erklärt, Lerngruppen übergangsweise (die Rede ist von 2 Jahren) in ihr Gebäude aufzunehmen. Was der Schulplaner Herr Gapp jedoch aus diesem solidarischen Angebot macht, spottet jeder Beschreibung.

Statt, wie von der Schule angedacht, die Kinder innerhalb der Schule in extra zu räumende Klassenzimmer unterzubringen, beansprucht der Schulplaner unerwarteter Weise das voll besetzte Hortgebäude für die Unterbringung. Als Grund wird angeführt, dass diese Kinder einen erhöhten Raumbedarf haben, der auch nicht angezweifelt wird. Dabei sollen nach neuesten Erkenntnissen ca. 8 lern- und geistig behinderte Kinder und eventuell 2 Gruppen à 5 Kinder mit autistischer Behinderung an der Schule untergebracht werden. Der Witz ist nur, dass es diese Gruppen noch gar nicht gibt! Diese Autisten-Gruppen teilweise erst noch gebildet werden müssen und das in einer Zeit, in der die Steinwaldschule keine eigenen Klassenräume hat!

Somit müssten also 150 Hortkinder eventuell 20 Steinwaldkindern weichen und zukünftig in die Schule umziehen. Dies hat zur Folge, dass alle Kinder in der Schule ab 11:30h auf Grund der offenen Bauweise der Schule, einer (immensen) Lärmbelästigung durch die Hortkinder ausgesetzt werden. Und das, obwohl bereits jetzt der Unterreicht bis zur 7. und später bis zur 8. Stunde läuft! Kein Plus für die Lernqualität in Zeiten schlechten Pisa-Abschneidens.

Die Versuche der Schule eine andere Lösung herbeizuführen, die es ermöglicht den Hort im externen Gebäude zu belassen, sind allesamt (teilweise kategorisch) abgelehnt worden.

Darüber, dass der Steinwaldschule geholfen werden muss, besteht auch in der Grundschule Einigkeit, nicht aber über das WIE. Der Protest der Schule richtet sich daher auch NICHT gegen die Kinder der Steinwaldschule und auch nicht gegen deren Schulleitung. Das Anliegen der Schule ist es, zu helfen UND dass die Taunus-Kinder auch weiterhin die Chance haben, in einer Schule mit bestmöglichen Lernbedingungen unterrichtet zu werden, gerade wenn man bedenkt, was die Kinder bereits im letzten Jahr anlässlich des Schulkampfes zu erleiden hatten.

Wie im Nachhinein festgestellt werden musste, gab es seitens des Schulamtes KEINE Ausweichvarianten (Aussage Frau Rädler, Direktorin der Steinwaldschule). Man hat von vornherein NUR die GiT als 2-Jahres-Standort im Auge gehabt, obwohl diese voll besetzt ist! Von den zusätzlichen Kosten des Umzuges (sowohl auf Hort, als auch auf Seiten der Steinwaldschule) will trotz angekündigtem Sparzwanges niemand etwas wissen. Auch, dass es laut SEP genug freistehende Gebäudeteile im Bezirk gibt (einige Schulen sollen demnach 8 Räume und mehr Leerstand haben), scheint niemanden zu interessieren.

Und das es sich tatsächlich nur um 2 Jahre handeln soll, scheint angesichts der allgemein bekannten Bausituation im Lande Berlin mehr als fraglich. Oder kennen Sie ein staatliches Bauprojekt, dass sowohl im angekündigten Kosten- als auch im Zeitrahmen geblieben ist?

Die Schule widerspricht daher energisch, da hier ein krasses Missverhältnis zwischen Aufwand und Nutzen besteht. In zahlreichen Beschwerden, Protestbriefen, Sitzungen und Terminen, die einige Horteltern, die Elterninitiative und Teile der GEV in den vergangenen Wochen mit der Hortführung, Schulleitung, Schulamt und der Steinwaldschule geführt haben, hat man versucht alle Beteiligten davon zu überzeugen, die Maßnahmen die seitens des Schulamtes getroffen werden sollen, zu korrigieren sind. Jedoch mussten wir feststellen, dass Herr Gapp wieder mal ganze Arbeit leistet. Allgemeine Desinformation gepaart mit der üblichen Gerüchteküche und dem blinden Vertrauen der Entscheidungsträger in seine Zahlen umgibt sein Vorhaben. In Einzelgesprächen mussten wir auch feststellen, dass nicht mal der zuständige Schulrat Herr Schiweck die tatsächlichen Fakten kennt! Aber auch er lehnt sich mit Blick auf den Schulplaner zurück. Einen mit den Eltern vereinbarten Vororttermin sagte er kurzfristig mit Blick auf den bereits oben genannten (Zitronen)Termin ab. Was für ein Engagement, wenn man bedenkt, dass es um den Erhalt von Lernqualität in seinem Bezirk geht!

Holger Fehrmann
Vorstand der Gesamtelternvertretung der Grundschule im Taunusviertel

Die nächste GEV Sitzung findet am 02.11.2009 um 19:00 Uhr statt.